Wofür benötige ich einen Praktikumsvertrag?


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Vor Beginn des Praktikums sollten Arbeitgeber und Praktikant nach Möglichkeit schriftlich festlegen, wie sich das Arbeitsverhältnis gestalten soll. Hierbei sollten vor allem Erwartungen und Lernziele abgeglichen werden. Außerdem sollte die Praktikumsvergütung im Voraus vereinbart werden, um Enttäuschungen zu vermeiden. Wichtig ist auch die Regelung der Arbeitszeiten und das Verhalten des Praktikanten im Fall von Krankheit.

Sollte der Praktikant ein Praktikumszeugnis benötigen, sollte er dies dem Arbeitgeber im besten Falle bei Antritt des Praktikums mitteilen, damit sich der Arbeitgeber gegebenenfalls Notizen über den Verlauf des Praktikums machen kann. So kann sichergestellt werden, dass alle Aufgaben und Arbeiten, die der Praktikant erledigt hat, auch im Bericht Erwähnung finden.

Die Vorteile eines Praktikumsvertrages

Sowohl für den Praktikumsbetrieb als auch für den Praktikanten entstehen durch das Aufsetzen eines Vertrages viele Vorteile. Beide Seiten können sich damit rechtlich absichern. Gibt es Zweifel an einer Vereinbarung, dann kann im Vertrag nachgeschaut werden. Was hier schwarz auf weiß festgehalten wurde, gilt.

Das Unternehmen kann darin die Rahmenbedingungen für ein Praktikum festlegen. Gleichzeitig bekommt ein Praktikant im Vertrag Informationen über die Betriebsverordnung, über eine eventuelle Schweigepflicht, und sonstige Regeln und Verhaltensweisen mitgeteilt.

Andersrum ist nicht nur der Praktikumsbetrieb auf der sicheren Seite, sondern auch der Praktikant. Für diesen gelten die dort vereinbarten Bestimmungen zu Urlaubstagen, Vergütung und Kündigungsfrist. Wurde beispielsweise eine monatliche Vergütung in Höhe von 500 Euro vereinbart, dann darf die Praktikumsvergütung die festgelegte Summe nicht unterschreiten. Tut sie es doch, kann der Praktikant dagegen vorgehen.

Werden Vertragsbrüche begangen, so haben beide Seiten etwas in der Hand. Ein Praktikumsvertrag dient somit nicht nur als Orientierungshilfe über Rechte und Pflichten, sondern auch als rechtliche Grundlage im Falle eines Streits.

Der Inhalt eines Praktikumsvertrages

Wie auch in anderen Verträgen beinhaltet der Praktikumsvertrag zunächst Angaben zu den Kontaktinformationen des Unternehmens und des Praktikanten. Gefolgt von der Art des Praktikums. Hier wird in der Regel zwischen Pflichpraktikum und freiwilligem Praktikum unterschieden. Angaben zu Praktikumsdauer und den täglichen Arbeitszeiten sind ebenfalls zu empfehlen.

Im nächsten Teil des Praktikumsvertrages geht es meistens um das Praktikumsziel und die Praktikumsinhalte. Welche Aufgaben wird der Praktikant übernehmen? Wo wird er oder sie eingesetzt? Es kann ebenfalls festgelegt werden, ob der Praktikant Aufgaben im Tagesgeschäft übernimmt oder an einem eigenen Projekt arbeitet.

Vereinbarungen zur Vergütung, zu Urlaubstagen sowie zur Kündigung können ebenfalls festgehalten werden. Auch wie man sich im Krankheitsfall zu verhalten hat, kann dort festgehalten werden.
Sind alle Rahmenbedingungen schriftlich festgehalten, können sich auch beide Seite daran halten. Aus diesem Grund ist ein Praktikumsvertrag in jedem Fall äußerst sinnvoll.

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