Kann ich mir ein Praktikum leisten?


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Wer im Rahmen seines Studiums ein Praktikum absolvieren muss, steht auch vor einer finanziellen Herausforderung. Denn wie kann der eigene Lebensunterhalt finanziert werden, wenn während des Praktikums der Studentenjob wegfällt? Oder wenn im Rahmen des Praktikums eine Unterkunft in einer fremden Stadt bezahlt werden muss?

Im Rahmen der akademischen Ausbildung ist es mittlerweile Pflicht ein Praktikum zu absolvieren. Neben allen anderen organisatorischen Fragen rund um das Praktikum stellen sich im Zuge der Vorbereitung auf das Praktikum auch Fragen rund um das Thema Geld. Wie kann das Praktikum finanziert werden, wenn der Studentenjob wegfällt. Immerhin ist so ein Praktikum heutzutage ein Fulltime-Job.

Finanzierung durch Bafög

Wer im Rahmen seines Studiums Bafög erhält, kann tief durchatmen. Hier wäre ein Pflichtpraktikum, welches Bestandteil der Fächerspezifischen Bestimmungen (FSB) des jeweiligen Studienfaches ist, durch die Bafög-Vergütung abgesichert. Dies gilt aber nur für Pflichtpraktika.

Ein freiwilliges Praktikum hingegen, welches nicht durch die Studienordnung abgedeckt ist, kann nicht durch Bafög finanziert werden. Hier muss jeder Student selbst das Praktikum finanzieren. Das kann zu einer enormen finanziellen Belastung werden.

Besonders schwierig wird die Situation, wenn das Praktikum in einer anderen Stadt absolviert wird. Dann müssen neben der Frage nach der Unterkunft auch die Kosten hierfür berücksichtigt werden. Da Studierende bereits über eine Unterkunft in ihrem Studienort verfügen, müssen ggf. zwei Wohnungen für die Zeit des Praktikums bezahlt werden. Für die meisten Studenten bedeutet das eine zu große finanzielle Belastung, die sie kaum tragen können – es sei denn Mama und Papa springen ein.

Wohnungstausch, Untervermietung

Viele Studenten greifen deshalb auf die Möglichkeit der Untervermietung zurück. Das bedeutet, dass sie für den Zeitraum ihrer Abwesenheit, ihre Wohnung oder ihr Zimmer untervermieten. Das hat den Vorteil, dass die finanzielle Doppelbelastung wegfällt und verschafft finanziellen Freiraum.

Meist bieten die Universitäten an schwarzen Brettern auch Tauschbörsen für Wohnungen und Zimmer an. Es lohnt sich auch hier zu gucken, denn viele Studenten stehen vor diesem Problem, so dass man sich über diesen Weg gegenseitig durch Wohnungstausch helfen kann. Es gibt Städte, in denen sich die Suche nach einer Unterkunft trotzdem als schwierig erweisen kann. Dies trifft z.B. auf Großstädte wie Hamburg oder Berlin zu. Trotzdem sollte man nicht aufgeben und diese Angebote wahrnehmen.

Aufwandsentschädigung

Auch wenn viele Unternehmen leider Praktika leider nach wie vor nicht angemessen vergüten, so gibt es doch die Möglichkeit wenigstens eine kleine Aufwandsentschädigung einzufordern. Diese sollte sich in einem Rahmen von mindestens 300 Euro bewegen, damit die Fahrtkosten und die Verpflegung für die Zeit des Praktikums sicher gestellt werden kann.

von Linn B.

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