Generation Praktikum


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Trainee, Voluntariat, Praktikum. Generation Praktikum beschreibt die Situation vieler Uniabsolventen. Diese haben es nicht so leicht, gleich nach dem Abschluss einen festen Job zu finden. Und dass, obwohl Sie so qualifiziert sind. Doch vielen Unternehmen ist Berufserfahrung wichtiger als Qualifikation. Aus diesem Grund hat es die Generation Praktikum schwer. Viele klagen an, als billige Arbeitskräfte ausgebeutet zu werden. Die Rubrik „Praktika“ auf dem Lebenslauf läuft aus dem Ruder...

Die Praktikums-Dauerschleife

Von einem Praktikum ins nächste Praktikum. Das gehört heute zum Alltag. Es scheint, als fürchten Unternehmen neuerdings, unbefristete Arbeitsverträge auszustellen. Wer sich aufgrund befristeter Verträge jedes Jahr aufs neue einen Job suchen muss, erreicht schnell seine Frustrationsgrenze. Und um sich nicht wieder arbeitslos zu melden, absolviert man eben noch ein Praktikum. Dabei ist dafür eigentlich gar kein Platz mehr auf dem Lebenslauf. Das negative Gefühl, dass mit einem Praktikum verbunden wird, ist allerdings nicht ganz gerechtfertigt. Man darf nämlich nicht vergessen, was für Chancen sich daraus ergeben können.

Das gute alte Praktikum

Viele Absolventen fristen ein langjähriges Dauerpraktikanten-Dasein. Dabei sind Praktika ja eigentlich etwas Gutes. Sie sollen der beruflichen Orientierung dienen. Man lernt betriebliche Prozesse kennen, aber auch soft skills, wie das Führen von Verhandlungen, die Kundenberatung oder das Programmieren einer Betriebssoftware. All dass, unter professioneller Anleitung. Nebenbei lernt man viele Menschen kennen, die dann zu dem eigenen beruflichen Netzwerk zählen und vielleicht eines Tages eine Festanstellung anbieten können. Doch bis es soweit ist, kann man leider nichts anderes tun als immer nur sein Bestes zu geben und überall einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Doch leider werden Praktikanten immer wieder als günstige, dafür aber hochqualifizierte Arbeitskräfte ausgenutzt. Zwischen Studienabschluss und Berufseinstieg vergehen häufig viele Monate, wenn nicht sogar Jahre als Praktikant. Das ist eindeutig zu lange. Arbeitslose Studienabgänger leisten für wenig Geld professionelle Arbeit. Dass diese nicht auf Dauer belohnt wird, trifft natürlich überall auf Unverständnis. Früher ist man noch mit viel Hoffnung in ein Praktikum gegangen, heute eher aus Resignation, weil ein Praktikum mit geringer Vergütung immer noch besser ist, als arbeitslos zu sein.

Wie klappt der Berufseinstieg trotzdem?

Der Berufseinstieg rückt in weite ferne. Manche Absolventen jenseits der 30 hatten noch nie eine Festanstellung. Aber wie schafft man es, seinen Fuß endgültig in die Arbeitswelt zu setzen?

Bereits beim Vorstellungsgespräch kannst du die Frage stellen, welche Perspektiven dir das Unternehmen anbieten kann. Kann dir dazu nichts gesagt werden, solltest du hellhörig werden. Das klingt nach Ausnutzung als billige Arbeitskraft. Wenn du dieses Praktikum dann doch antrittst, denn es ist wesentlich sinnvoller ein Praktikum ohne folgende Festanstellung zu absolvieren, als gar nichts zu machen, kannst du versuchen, so viel wie möglich zu lernen.

- Bitte um die Einarbeitung in ein komplexes Thema
- Knüpfe Kontakte und bau dir ein berufliches Netzwerk auf
- Bitte Kollegen um Ratschläge und Empfehlungen
- Hinterlasse einen rundum guten Eindruck
- Erledige alle Aufgaben gewissenhaft und so gut du kannst
- Nutze das Abschlussgespräch um dein Interesse an einer zukünftigen Zusammenarbeit zu bekunden

Es ist nicht alles vergebens! Wer am Ball bleibt und immer sein Bestes gibt, wird früher oder später dafür belohnt werden. Leider eher später als früher. Aber dafür hat die Generation Praktikum einen entscheidenden Vorteil: Die Absolventen sind echte Allround-Talente! In den unterschiedlichsten Firmen und Branchen hat die Generation Praktikum Berufserfahrung gesammelt. Als echte Insider verstehen sie das Business und sind in den unterschiedlichsten Aufgabenbereichen geübt.

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