Der erste Praktikumstag


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Aller Anfang ist schwer? Das muss beim Praktikum nicht unbedingt stimmen. Gerade die ersten Tage entscheiden darüber, wie sich ein Praktikant in das Unternehmen einfügt. Hier zählt vor allem der berühmte erste Eindruck und Eigeninitiative.

Das freundliche Vorstellen bei den Kollegen gehört natürlich dazu. In den ersten Tagen geht es darum, eher aus der zweiten Reihe heraus zu beobachten und die betrieblichen Abläufe und die Kollegen kennenzulernen.

Die Vorbereitung auf den ersten Praktikumstag

Ein kleiner Tipp für deinen ersten Praktikumstag: Schau dir vor dem ersten Tag die Firmenwebsite an. Häufig werden dort die Mitarbeiter mit Namen und Tätigkeitsbereich vorgestellt. Dies erleichtert dir in den ersten Tagen das mühsame Merken aller Namen deiner neuen Kollegen. So bleibt dein Kopf frei für die Anweisungen für deine neuen Aufgaben.

Man sollte sich aber merken oder notieren, wer sein Ansprechpartner ist und wer einem bei Problemen oder Fragen helfen kann. Im Idealfall ist dies ein fester Mitarbeiter, der den Praktikanten auch in der ersten Zeit einarbeitet. Es kann vorkommen, dass man in den ersten Tagen noch Hilfsaufgaben wie Unterlagen sortieren oder Dokumente kopieren erledigen muss. Die Aufgaben sollten aber nach kurzer Zeit anspruchsvoller werden.

So hinterlässt du einen guten ersten Eindruck

Damit man als Praktikant auch einen guten ersten Eindruck hinterlässt, ist vor allem am ersten Tag Pünktlichkeit enorm wichtig. Auf ein gepflegtes Äußeres ist ebenfalls zu achten. Weil man sich mit dem Dresscode im Praktikumsbetrieb noch nicht auskennt, gilt die Regel: Lieber etwas zu schick kommen, als negativ mit zu legerer Kleidung aufzufallen. Ein kleiner Tipp: Achte auf saubere Schuhe. Ganz verdreckte und ausgetretene Schuhe machen keinen so guten Eindruck.

Bevor es ans duzen geht, sollte ein Praktikant am seinem ersten Praktikumstag alle Personen aus seiner Abteilung erstmal siezen. Manche werden einem gleich das „du“ anbieten, andere nicht. Es gilt die Regel: Nur diejenigen duzen, die einem dies auch angeboten haben. Alle anderen, und das gilt vor allem für Vorgesetzte, werden gesiezt.

Ein ungeschriebenes Gesetz für Praktikanten lautet: Halte deinen Arbeitsplatz sauber. Denn ein Praktikant ist nur für einen begrenzten Zeitraum in einem Unternehmen angestellt. Sein Arbeitsplatz ist geliehen und gehört eigentlich einem anderen Kollegen. Deshalb solltest du zum Beispiel auch erst nachfragen, bevor du dort zum Beispiel isst. Halte deinen Arbeitsplatz während der gesamten Dauer des Praktikums sauber und ordentlich.

Wer neu in einem Betrieb ist, weiß noch nicht, was erlaubt ist, und was nicht. Das gilt zum Beispiel für die Nutzung des Handys am Arbeitsplatz. Bevor du also an deinem ersten Praktikumstag einfach anfängst deinem besten Freund zu simsen, schau erstmal, ob andere dies auch tun. Wenn nicht, bedeutet das auch für dich, dass du dein Handy erst in der Mittagspause wieder benutzen solltest.

Der erste Praktikumstag ist außerdem günstig dafür, einzuschätzen, welche Kollegen hilfsbereit wirken und welche die Unterstützung des Praktikanten gebrauchen können, da sie selbst sehr viel Arbeit haben. Wenn man hier direkt seine Hilfe anbietet, kann man schon in den ersten Tagen im Praktikum punkten.

Je mehr Engagement und Lernbereitschaft du als Praktikant zeigst, desto besser. Hast du am Ende des Tages alle dir zugeteilten Aufgaben erledigt, darfst du dich ruhig pünktlich in den Feierabend verabschieden. Wenn du aber merkst, dass alle anderen auch nach offiziellem Schluss noch Aufgaben zu erledigen haben, kannst du dich hilfsbereit zeigen, indem du deinen Kollegen Hilfe anbietet.

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