Das Praktikumszeugnis


© Yuri Arcurs / shutterstock.com
Am Ende eines jeden Praktikums steht ein Praktikumszeugnis. Das Praktikumszeugnis wird vom Praktikumsbetrieb ausgestellt und beinhaltet eine Darlegung der geleisteten Arbeit und eine abschließende Beurteilung des Praktikanten. Das Praktikumszeugnis stellt ein wichtiges Dokument dar, welches für zukünftige Bewerbungen genutzt werden kann. In ihm lassen sich Befähigung und Leistungsbereitschaft des Praktikanten ablesen.

Wer als Schüler oder Student ein Praktikum in einem Unternehmen absolviert hat, wird am Ende mit einem Zeugnis belohnt. Doch was beinhaltet ein solches Praktikumszeugnis und wie beurteile ich dessen Inhalt? Es ist von Vorteil, die versteckten Botschaften in einem Arbeitszeugnis zu verstehen, denn auch wenn die Beurteilung vordergründig wohlmeinend klingen mag, muss die Beurteilung nicht positiv ausfallen.

Aufbau und Inhalt

Das Praktikumszeugnis folgt immer einem bestimmten Aufbau. Neben den formalen Aspekten
(Briefkopf, Datum, Überschrift) wird das Praktikumszeugnis über den Inhalt strukturiert. Nach einer kurzen Einleitung folgt die Darlegung der Tätigkeit des Praktikanten während des Praktikums. Diese wird dann im Hauptteil beurteilt genauso wie das Sozialverhalten und die Teamfähigkeit des Praktikanten. Der Schlussteil schließt das Zeugnis mit einer kleinen formellen Danksagung ab.

Wie interpretiere ich den Inhalt?

Ein Praktikumszeugnis sollte stets wohlwollend gegenüber den Praktikanten sein. Dennoch gibt es bei der Beurteilung Abstufungen, die dem geübten Leser von Arbeitszeugnissen, die wahre Zufriedenheit des Arbeitgebers gegenüber seinem Praktikanten verraten. Es ist daher ratsam immer auch zwischen Zeilen des Praktikumszeugnisses zu lesen, um eventuelle Peinlichkeiten bei Anschlussbewerbungen zu vermeiden.

Die Beurteilung der Praktikanten kann dabei einer bestimmten Notenskala zugeordnet werden.
Formulierungen, die Wendungen im Superlativ enthalten („erledigte die Aufgaben stets zu unserer vollsten/uneingeschränkten Zufriedenheit“) entsprechen einer sehr guten bis guten Leistungsbeurteilung. Abmildernde Wendungen („erledigte die Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit/ zu unserer Zufriedenheit“) deuten hingegen lediglich auf eine befriedigende bis ausreichende Leistungseinschätzung.

Sprachwendungen wie „bemühte sich stets“ sind immer ein Alarmsignal und weisen auf eine mangelhafte Beurteilung der Arbeitsleistung hin.

Mit gutem Praktikumszeugnis punkten

Grundsätzlich gilt, ein Praktikumszeugnis nur dann zum Bestandteil einer Bewerbung zu machen, wenn es sich im guten bis sehr guten Bereich bewegt. Personalchefs sind geübt in der Deutung von Arbeits- und Praktikumszeugnissen und geschult darin, zwischen den Zeilen zu lesen.

Ein sehr gutes Praktikumszeugnis wird bei Personalchefs immer einen guten Eindruck machen und sich positiv auf die Auswahlentscheidung auswirken. Deshalb sollte man gute Praktikumszeugnisse stets in die Bewerbungen mit einbeziehen, um damit bei zukünftigen Arbeitgebern zu punkten.
von Linn B.

© Goodluz / shutterstock.com

 

© Dima Sidelnikov / shutterstock.com