Das Gap Year – Infos zum Auslandsjahr für Studenten


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Zwischen Bachelor und Master die Welt erkunden? Oder nach dem Abschließen der Uni noch einmal durchatmen, bevor es für immer ins Berufsleben geht? Immer mehr Studenten entscheiden sich dafür, eine kleine Pause vom Alltagsstress einzulegen und für eine gewisse Zeit im Ausland zu leben. Dies geschieht meist zwischen zwei wichtigen Stationen im Leben, weshalb man auch von einem Gap Year spricht. Als Gap bezeichnet man nämlich eine Lücke, die überbrückt werden soll. Aber wohin soll es gehen? Worauf ist zu achten und welche Möglichkeiten haben Studierende? Hier erfährst du alles Wissenswerte zum Thema Gap Year für Studenten! 

Das Gap Year als Karriereturbo? 

Nach der Rückkehr von deinem Auslandsaufenthalt wirst du merken, dass dieser deinen Lebenslauf um Einiges beeindruckender erscheinen lässt. Studierende mit Auslandserfahrungen punkten im Bewerbungsprozess, denn sie haben Mut, Eigeninitiative und Engagement bewiesen. Dabei spielt es keine Rolle, ob du ein Praktikum im Ausland absolviert hast, eine Sprachreise, oder ein freiwilliges soziales Jahr. Du hast dich getraut, alleine in die Fremde zu gehen um dort internationale Lebens- und auch Berufserfahrung zu sammeln. An dieser Herausforderung wirst du wachsen. Egal für welche Form von Gap Year du dich entscheidest, du lernst neue Menschen und Kulturen kennen und verbesserst gleichzeitig deine Sprachkenntnisse! Ein wichtiger Meilenstein auf deinem zukünftigen Karriereweg. 

Infos für Studenten: So planst du dein Gap Year 

Da solche Auslandsaufenthalte einen riesengroßen bürokratischen Aufwand bedeuten, solltest du mit der Planung so früh wie möglich beginnen. Am besten ist es immer, ein Jahr im Voraus zu damit zu starten. Gehörst du eher zu den Spontanen, dann reichen manchmal auch sechs Monate. Beachte aber, dass die Beantragung eines Visums in manchen Fällen viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Bevor du aber startest, gilt es, die folgenden Fragen zu beantworten: 


  • - Wie will ich mein Gap Year gestalten? 

  • - Wie lange soll mein Gap Year dauern? 

  • - In welches Land möchte ich reisen? 

  • - Wie sehen die Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen für dieses Land aus? 

  • - Welche finanziellen Mittel stehen mir zur Verfügung? 

  • - Welche Fördermöglichkeiten kommen für mich in Frage? 


Hast du die Antworten auf diese Fragen gefunden, kannst du konkret mit der Planung beginnen. Beantrage, falls notwendig, ein Visum, lass dich impfen, beantrage Auslandsbafög oder bewirb dich für ein Auslandsstipendium. Falls du die ganze Angelegenheit nicht selbst organisieren möchtest, kannst du dich an eine der vielen Organisationen wenden, die dich bestens bei der Realisierung deiner Träume unterstützen können. Eine potenzielle Anlaufstelle dafür wäre beispielsweise der Deutsche Akademische Austauschdienst. 

Das Auslandspraktikum 

Du möchtest die Zeit im Ausland nutzen, um deinen beruflichen Zielen näher zu kommen? Dann eignet sich ein Auslandspraktikum hervorragend dafür! Dieses gibt dir Einblicke in neue Arbeitsmethoden, die du nach deiner Rückkehr auch hierzulande anwenden kannst. Damit zeigst du zukünftigen Arbeitgebern, dass du in der Lage bist, dich auch in andere Denkweisen hineinzuversetzen und Dinge von verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Außerdem beweist du jede Menge Sozialkompetenz, schließlich erfordert das die Zusammenarbeit mit Menschen fremder Kulturen und Ansichten. Diese wichtige Schlüsselqualifikation lässt dich im Bewerbungsprozess um einen späteren Job von der Konkurrenz abheben. Denn mit internationaler Berufserfahrung können nicht Viele punkten! 

Das freiwillige soziale Jahr 

Jetzt ist DIE Gelegenheit! Widme dich einer Herzensangelegenheit und engagiere dich für ein soziales Projekt. Ob Tierschutz in einem Nationalpark in Afrika, die Betreuung von Waisenkindern in Asien, oder Umweltschutzprojekte in Südamerika: Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Als Mitarbeiter so eines Projektes unterstützt du nicht nur eine Sache, die dir wichtig ist, sondern sammelst gleichzeitig auch noch Berufserfahrung. Zwar nicht in der Controlling-Abteilung eines Mega-Konzerns, dafür aber in Organisationen, in denen jeder Mitarbeiter auch jeden Arbeitsschritt kennen und können muss. Damit zeigst du zukünftigen Arbeitgebern, dass du ein echter Allrounder bist! 

Work und Travel als Auslandsjahr für Studenten 

Eine der beliebtesten Formen des Gap Years für Studenten ist das Work und Travel. Damit kann man nämlich Arbeit und Vergnügen verbinden! Mehrere Wochen am Stück wird gearbeitet, also internationale Berufserfahrung gesammelt. Vom Lohn begibt man sich dann auf Erkundungstour durch ein Land. Wird das Geld knapp, arbeitet man wieder für mehrere Wochen. Das geht immer so weiter. Weil man bei Work und Travel viel unterwegs ist, lernt man das Land seiner Träume in all seinen Facetten kennen. Dies ist vor allem für Abenteurer der ideale Weg, die Zeit zwischen zwei Studiengängen oder zwischen Studienabschluss und Berufsstart zu überbrücken. 

Das Gap Year als Sprachreise gestalten 

Du hast nur wenige Monate Zeit für dein Gap Year? Und das Reisen ist dir auch nicht so wichtig? Dann ist eine Sprachreise genau das Richtige für dich! Bei einer Sprachreise fliegen Studenten in eine Stadt, um dort für einen gewissen Zeitraum zu leben. Dort wird dann eine Sprachschule besucht, in der man für etwa vier bis sechs Stunden am Tag Sprachunterricht bekommt. Nach Feierabend kann das Erlernte gleich in der Praxis getestet werden. Flaniere über die Plätze in Rom, bestelle dein Essen auf italienisch und stöbere in einem kleine Buchladen nach alten Schätzen in deiner Traumsprache. Wenn du wieder in der Heimat bist kannst du mit exzellenten Sprachkenntnissen alle von den Socken hauen! 

Egal für welche Form des Gap Years du dich entscheidest, eins haben Sie alle gemeinsam: Du wirst während deiner Zeit im Ausland unglaublich viel lernen. Und dass nicht nur über andere Menschen und Kulturen, sondern vor allem auch über dich selbst. Reicher an neuen Freundschaften, Lebenserfahrung und internationaler Berufserfahrung kann deine Karriere in der Heimat dann so richtig losgehen!