Alternative zum Praktikum: Das Freiwillige Soziale Jahr


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Wer zur Berufsorientierung, nach der Schule oder zwischendurch, Berufserfahrungen sammeln möchte, dem sollte bewusst sein, dass es neben einem Praktikum oder mehreren Praktika eine Alternative gibt, wenn man im sozialen Bereich tätig sein möchte: Das freiwillige soziale Jahr oder kurz: FSJ.

Ein FSJ kann man beginnen, wenn man zwischen 16 und 27 Jahren alt ist und etwas für andere Menschen tun möchte. Die Mindestdauer beträgt 6, die Höchstdauer 18 Monate. Meist hängt der Zeitraum von der Einsatzstelle ab.

Man muss sich an eine FSJ-Organisationsstelle wenden, welche die Personen an verschiedene Wunscheinsatzstellen vermittelt. Der Träger kann schließlich nähere Informationen über das Bewerbungsverfahren, den Einsatzbeginn und die Einsatzplätze geben.

Die Einsatzfelder sind soziale Einrichtungen, wie z.B. Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, Einrichtungen für behinderte oder kranke Menschen, sowie kulturelle Einrichtungen oder Sportvereine und viele mehr.

Man hat die Möglichkeit den Alltag der Einrichtungen kennen zu lernen und die Arbeit mit Menschen besser zu verstehen und selbst zu erlernen.

Der größte Unterschied zwischen einem Praktikum und dem FSJ sind die Seminare, die man während des sozialen Jahres besucht. Es werden 25 Seminartage angeboten, in denen die Freiwilligen zusammentreffen und in Gruppen arbeiten, gemeinsam lernen und Erfahrungen austauschen. Dadurch lernt man andere Menschen kennen und es können Freundschaften entstehen.

Die Freiwilligen erhalten sogenanntes Taschengeld. Die Höhe hängt von der FSJ-Organisation ab. Ist der Einsatzort nicht im Heimatort, so erhält man ggf. eine Unterkunft und Verpflegung. Zudem ist man während der Zeit sozialversichert, was zu 100 % die Organisations- oder Einsatzstelle trägt und Eltern haben immer noch Anspruch auf Kindergeldzahlungen.

Möchte man über einen längeren Zeitraum im sozialen Berufsbereich Erfahrungen sammeln, so kann ein FSJ in vieler Hinsicht eine bessere Alternative zu einem Praktikum sein.

Zudem lässt sich ein FSJ als Praktikum anerkennen. So sollte man sich vorher bei potentiellen Ausbildungsstellen oder Universitäten erkundigen, welche Bedingungen für ein Praktikum gelten.

Von Regina S.

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