Assessment Center Tipps zur Vorbereitung


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Wer zu einem Assessment-Center eingeladen wird, der muss sich darauf einstellen über einen längeren Zeitraum hinweg intensiv beobachtet zu werden. Man muss verschiedene Übungen und Aufgaben meistern und wird dabei analysiert und bewertet (engl. to assess = beurteilen, bewerten).

Was passiert konkret?

Ausgewählte Bewerber treffen im AC aufeinander und müssen die gleichen Prüfungen absolvieren. Meist werden Gruppendiskussionen, Rollenspiele, Präsentationen und auch Interviews durchgeführt. So ist ein direkter Vergleich zwischen den verschiedenen Kandidaten möglich und verschiedene Eigenschaften der Personen treten zum Vorschein.

Was wird beobachtet?

In Blickfeld genommen werden zum Beispiel sogenannte "soft skills", die Aussagen über die Teamfähigkeit oder das Durchsetzungsvermögen machen. Außerdem wird Wert auf die Persönlichkeit gelegt: Wie wird mit den anderen umgegangen, obwohl sie Konkurrenten sind? Kommt man sympathisch und authentisch rüber? Wie geht man mit Zeitdruck und Stress um? Erkennt man Motivation und wird eigeninitiativ gehandelt? All dies zeigt wie sehr jemand den Job will und ob derjenige überhaupt in die Firma passt.

Wer beobachtet?

Eine Art "Jury" beobachtet und protokolliert alles, was gesehen und wahrgenommen wird. Diese setzt sich meist aus den Personalverantwortlichen, den jeweiligen Abteilungsleitern und Psychologen zusammen. Zum Schluss werden die Ergebnisse zusammen gestellt und eine gemeinsame Entscheidung getroffen.

Achtung: Heimliche Tests!

Wer sich darauf einstellt nur bei bestimmten Übungen beobachtet und beurteilt zu werden, der täuscht sich. Auch bei der Begrüßung und scheinbaren Smalltalks mit den Jurymitgliedern wird ein Auge auf die Kandidaten geworfen. Sogar die Kleiderwahl ist entscheidend. Kommt jemand im Alltagslook, obwohl eigentlich Anzug und Krawatte angebracht wären, macht das einen schlechten Eindruck.

So schlimm sich Assessment-Center und Rundum-Beobachtungen auch anhören - wird man dazu eingeladen ist Ruhe zu bewahren. Denn die Hauptsache ist, dass man sich nicht verstellt und keine Rolle spielt. Die Beobachter erkennen oft, wenn ihnen etwas vorgespielt wird.

Deshalb gilt: Bleib Du selbst. Informiere Dich genau über das Unternehmen und rufe Dir in Erinnerung, warum Du den Job möchtest, so kommt die Motivation von ganz allein.
Regina S. 21.11.12

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